Ist der Himmel offen? Vom Aufstieg der Seele

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Für Mystiker im Mittelalter wie Meister Eckehart und Jan van Ruysbroeck (1293-1381) galt als Pforte zum Königreich das nunc stans, das „stehende [vertikale] Jetzt“, das zeitlose Verharren im gegenwärtigen Augenblick. In gezielter Meditation suchten sie in ihm den direkten seelischen Zugang zu Gott. Die Faszination für den unteilbaren Moment des Jetzt als „Eingang“ im spirituellen Sinne besteht bis heute.

Drei Weise aus dem Morgen-Land

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Es scheint, dass mehr und mehr Menschen dabei sind, ihre alten Fundamente abzubrechen. Gebiert sich die Weltseele neu – im menschlichen Wesen? Ein wahrer Wandel beginnt damit, dass wir uns ehrlich machen, selbst wenn es wehtut. In diesem Artikel führen wir drei Beispiele an, fast beliebig ausgewählt.

Der innere Himmel öffnet sich

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Nicht die Dunkelheit ist es, die das Licht vor uns verbirgt, sondern das Alltägliche. Nicht das Böse – sondern das Vertraute, die Gewohnheiten, die Annahmen, Meinungen, Ablenkungen, Dringlichkeiten, die Vergleiche. Nichts von all dem ist falsch. Aber je mehr wir sie als bedeutsam ansehen, umso mehr verdichten sie die Luft. Und schließlich können wir nicht mehr hindurch blicken.

Krieg – Vergebung – Frieden

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Frau Dr. med. Dagmar Uecker, Jahrgang 1938, ist eine nach wie vor aktive Ärztin, die seit Jahrzehnten auch als Autorin, Dozentin und Seminarleiterin in etlichen europäischen Ländern wirkt. Mit ihr führte Klaus Bielau für LOGON das folgende Gespräch.

Der Menschheitstempel

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Die Menschheit muss wählen: Sie kann ihre Zivilisation auf Einheit neu gründen oder dunklen Zeiten entgegengehen. Jeder, der sich bewusst zur Einheit wendet, wirkt an dieser großen Transformation mit.

Das Annehmen der Wunde

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Unser Bewusstsein hat sich irgendwann in tiefer Vergangenheit von der Einheit abgewandt und den Fokus auf eine Welt der Gegensätze gerichtet, der Polarität, aus der alle unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen resultieren. Das Ergebnis ist ein gespaltenes Bewusstsein, das in Konflikten lebt, in einem fortwährenden Ringen, sowohl individuell als auch kollektiv. Es ist ein Drama, an dem wir festhalten und das doch Schmerz und Leid bedeutet, von dem wir uns lösen wollen, da wir einst die Einheit gekannt haben.