Für Mystiker im Mittelalter wie Meister Eckehart und Jan van Ruysbroeck (1293-1381) galt als Pforte zum Königreich das nunc stans, das „stehende [vertikale] Jetzt“, das zeitlose Verharren im gegenwärtigen Augenblick. In gezielter Meditation suchten sie in ihm den direkten seelischen Zugang zu Gott. Die Faszination für den unteilbaren Moment des Jetzt als „Eingang“ im spirituellen Sinne besteht bis heute.