Wachend sehen wir nichts als Tod

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Der Strom des Lebens treibt in unseren Tagen das Menschheitsschicksal mit Macht nach oben. Es geht um eine Reinigung des Menschseins. Wir werden vor die Folgen vergangener Taten unserer Kulturkreise und ihrer Gemeinschaften und auch unserer eigenen Wesenheit gestellt. Nehmen wir in Erkenntnis und einer Liebe des Herzens die Reinigung an, so ermöglichen wir damit einen seelischen Aufstieg.

Einheit und Leben

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Einheit – als grundlegende Tatsache des Menschseins – liegt gleichsam am Horizont unseres Alltagsbewusstseins. Dabei ist sie kein Wissen im üblichen Sinn, sondern eher eine Kraft und letztlich das Leben selbst.

Die Treppe zum Himmel beginnt hier

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Freiheit beginnt nicht mit dem Abwerfen der Fesseln, sondern mit dem Erkennen ihrer Funktion. Die Fesseln sind kein Fehler. Sie sind die Bedingungen unseres Menschseins.
Frei werden wir nicht, indem wir gegen sie kämpfen – sondern indem wir sie erkennen und anerkennen. Und das genügt, damit sie sich wandeln.

Erleuchtung? Ja, aber nicht zu viel

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„Halb zog sie ihn, halb sank er hin.“ Diese Zeile aus einem Werk Goethes markiert ein Dazwischen, einen Schwebezustand zwischen Hingabe und Widerstand. Ist es nicht manchmal auch so bei der spirituellen Suche? Spüren wir nicht hin und wieder ein Gezogen-Werden zu Höherem und dann ein Zurückweichen, ein Zurückkehren zum Gewohnten?