Mein Lied ist eine ewige Melodie der Freude. Wer die Freude nicht kennt – die reine, grundlose freudige Gewissheit, die ursachlose: Ich bin, der ich bin, der ich war und immer sein werde – der ist ein Sünder am heiligen Geist.
LOGON sprach mit Mukesh Gupta über Gewahrsein.
Mukesh Gupta ist ein weltweit eingeladener Redner und Pädagoge aus Indien, der sich seit 25 Jahren dem Thema „Selbsterforschung“ widmet. Er fühlt sich besonders von Jiddu Krishnamurti und dem Buddha inspiriert. Er hat weltweit über zweihundert Vorträge, Retreats und Seminare gehalten. Vor seiner internationalen Vortragstätigkeit arbeitete er zwei Jahrzehnte lang bei der Krishnamurti Foundation of India (KFI). Mukesh ist der Gründer der School for Self-Inquiry.
Wenn sich das Herz klärt, tritt eine Sehnsucht zutage, ein tiefes, heiliges Verlangen nach Regeneration. In der Klarheit des Herzens können Liebe, Weisheit und Intuition wirken. Sie führen zu Einsicht und Freude.
Wie düster wir die Zeit, in der wir leben, empfinden, hat etwas Subjektives an sich und ist sehr mit den jeweiligen Lebensumständen verknüpft. Und die Empfindung ist eng damit verbunden, ob wir in dem, was wir tun, einen Sinn erkennen können.
Der Clown durchlebt alle Rollen. Die Seelenruhe wird ihm zum Begleiter: ein kleiner, heiterer Raum im Herzen, in den er sich mitten in der Hektik jeder Rolle zurückziehen kann. Ein kleiner heiterer Raum, aus dem Frequenzen der Stille in alles hineinwirken, ganz gleich, was geschieht, ganz gleich, wie unfrei er sich auf seinem Weg gerade erleben mag.
Heiterkeit im scheinbar Aussichtslosen? Heiterkeit in der heutigen Menschheitssituation?
Sehr viel wartet auf uns, wenn wir auf die Welt kommen. Aber unser Blick richtet sich am Anfang nicht auf Einzelnes, nicht auf etwas Bestimmtes, sondern geht ins Weite, ins Offene.
Wahre Heiterkeit kann nicht auf der Verdrängung gegenläufiger Gefühle beruhen. Man wünscht sich und anderen möglichst viel Glück. Aber wie, wenn die höchste Glücksempfindung, wenn wahre Heiterkeit einen Menschen voraussetzte, der auch Allertiefstes gelitten haben muss? Wenn Glücksgefühl überhaupt erst möglich wäre in einem durch Lust und Unlust gereiften Herzen?
Die Seele kommt aus einer unendlichen Weite und Freiheit und wird im Körper sozusagen gefangen, und das fühlt sich beengend an. Beim Tod ist es genau umgekehrt, da verlässt die Seele den Körper und es wird erlebt als eine enorme Befreiung und eigentlich als sehr, sehr schön.
Ein von außen betrachtet schwieriger Krankheitsprozess kann auch ein Segen für die ganze Umgebung sein, für die Familie, für den Freundeskreis.
Lieber Jo!
Vielleicht ist es etwas merkwürdig, dass ich dir heute einen Brief schreibe. So wie früher, als ich dir
eine Postkarte aus dem Urlaub oder einen Brief zum Geburtstag geschickt habe. Postkarten und Geburtstagsbriefe sterben heutzutage aus. Aber du, mein lieber Schwager, bist keinesfalls „ausgestorben“, auch wenn du uns im letzten Herbst verlassen hast. In deinem „Weggehen“ hast du uns mit intensivster Lebendigkeit beschenkt.
Der Bardo Thödol, das Tibetische Totenbuch, begleitet den Sterbenden vom Tod zur Reinkarnation.
Es ist aber auch ein Wegweiser für das Leben und für das Überwinden von Wiedergeburten.
Die aus dem 8. Jahrhundert stammende Schrift Bardo Thödol, die etwas unpassend als das Tibetische Totenbuch bekannt wurde, ist nach einer neueren Definition von Lama Anagarika Govinda
… nicht ein Führer für die Toten, sondern für solche, die den Tod überwinden und den Vorgang des Sterbens in einen Akt der Befreiung verwandeln wollen. Mit der englischen Übersetzung des Tibetischen Totenbuchs durch Evans-Wentz im Jahr 1927 wurde dieses Buch im Westen weit verbreitet und in verschiedene Sprachen übersetzt. Der Bardo Thödol wird Padmasambava, der im 8. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte, zugeschrieben. Er galt bis ins 14. Jahrhundert als verschollen und wurde entsprechend der Überlieferung durch Karmalingpa wiederentdeckt und schriftlich fixiert. Die verschiedenen Übersetzungen des Tibetischen Totenbuchs verbreiteten sich in Amerika und Europa schnell, und das nicht nur unter Interessierten an östlicher Religion, Mystik und Theosophie, sondern auch in der westlichen Wissenschaft, hauptsächlich der Psychologie, der Medizin, Physik und der Forschung über Nahtoderfahrungen.